Physiotherapie/ Osteopathie für Hunde         Daniela Pauli
Was ist Osteopathie?
"Alles Leben ist Bewegung. Dort, wo Bewegung gestört ist, beginnt Krankheit."

Diese Aussage stammt von Andrew Taylor Still (1874-1917), der seiner neu begründeten Diagnose- und Therapieform den Namen Osteopathie gab.

Ziel der Osteopathie ist es, Läsionen frühzeitig aufzuspüren und zu behandeln- bevor es zu strukturellen Veränderungen an Muskeln, Knochen, Organen u.a. kommt. Durch gezielte Handgriffe und sanfte Bewegungen wird die bestmögliche Funktion wiederhergestellt.

Die Osteopathie gliedert sich in 3 Systeme:

Parietale Osteopathie
Die parietale Osteopathie richtet ihren Fokus auf den Bewegungsapparat, also auf Knochen, Gelenke, Muskeln und Faszien

Viszerale Osteopathie
Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit den inneren Organen. Hierbei werden Spannungsänderungen an den inneren Organen sowohl in ihrer Eigendynamik als auch in ihrem Aufhängungs-/ Befestigungssystem (durch Faszien und Bänder) sowie der Beweglichkeit der Organe zueinander ertastet und behandelt.

Kraniosakrale Osteopathie
Das Wort "kranial" bezieht sich dabei auf den Schädel als oberen Pol des kraniosakralen Systems, das Wort "sakral" bezieht sich auf das Kreuzbein (Sakrum) als unteren Pol. Beide Pole bewegen sich synchron zueinander und folgen damit einer Eigenbewegung ,die nicht identisch ist mit dem Blut- oder Atemrhythmus.
Das Ziel der kraniosakralen Therapie sind die Wiederherstellung eines an allen Körperteilen fühlbaren kraniosoakralen Rhythmus und die physiologische Beweglichkeit aller dafür nötigen Knochen und Gelenke.
                                                                                                                               (aus "Osteopathie in der Kleintierpraxis", Könneker/Reiter)

Anwendungsgebiete der Osteopathie:
- Lahmheiten
- chronische Gelenkserkrankungen (Arthrose, HD, ED, Cauda Equina Kompressionssyndrom,...)
- Wirbelsäulenprobleme (Spondylose, Wirbelmissbildungen, Bandscheibenvorfall, ...)
- Muskelabbau, Bewegungsunlust durch Schmerzen
- Neurologische Probleme
- Wesensveränderungen: der Hund wird plötzlich aggressiv, ängstlich, ...
- Steigerung der Vitalität und damit der Lebensqualität von alten Hunden